SCHLOSSKLINIK
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Neue Therapieform in der Schlossklinik
Neue Therapieform in der Schlossklinik

Neue Therapieform in der Schlossklinik


Die Schlossklinik Bad Buchau ist eine Rehabilitationsklinik für neurologische und psychosomatische Krankheiten und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm.

 

In die psychosomatische Abteilung werden Patienten aufgenommen mit seelischen Problemen oder Anpassungsschwierigkeiten und Patienten, die neben körperlichen Erkrankungen auch psychische und soziale Probleme haben. In den neurologischen Abteilungen werden Patienten mit Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems behandelt, die aufgrund von Verletzungen, Entzündungen, Durchblutungsstörungen, angeborener Fehlbildung oder Alterung aufgetreten sind.

 

Zum Konzept der neurologischen Rehabilitation gehört ein individuelles Behandlungsprogramm, das je nach Schwerpunkt der Beeinträchtigung speziell für den Patienten zusammengestellt und an die jeweils erzielten Fortschritte angepasst wird.


Die Therapie erfolgt  immer in Teamarbeit, bei der Therapeuten verschiedener Fachrichtungen zusammenwirken.

Immer wieder müssen dabei auch die neuesten Entwicklungen von Therapiemöglichkeiten berücksichtigt werden. Bisher wurde das Therapiematerial den Patienten zumeist ausschließlich über die Augen präsentiert. Mit dem technischen Fortschritt ist es nun möglich, auch über die Ohren das Therapiematerial relativ unkompliziert darzubieten. Die Patienten sollen dabei Geräusche aus dem Alltag erkennen und in eine eigene Geschichte einordnen. Hört sich zunächst einfach an, stellt aber bei manchen Geräuschen durchaus eine Herausforderung dar.

 

Im höheren und hohen Alter ist es wichtig, die jeweilige Situation um sich herum zuverlässig beurteilen zu können. Nachlassende allgemeine Wahrnehmungsleistungen und vielleicht auch eine Vernachlässigung von Übungsmöglichkeiten im Alltag tragen mitunter zu einer subjektiven Verunsicherung dieses Personenkreises bei. Besonders schwierig ist es, wenn jemand dann noch durch z.B. einen Schlaganfall weitere Beeinträchtigungen erfährt.

 

Christine Zimmermann ist ausgebildete Altenpflegerin und sammelt derzeit im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Altentherapeutin bei einem Praktikum in der neuropsychologischen Abteilung der Schlossklinik in Bad Buchau vielfältige Erfahrungen. Hier lernt sie bei der täglichen Arbeit mit Dr. Wolfgang Kringler, welche Schwierigkeiten Patienten mit neurologischen Erkrankungen im Alltagsleben haben.

Dabei hat sie nun Gelegenheit, verschiedene Therapieformen mit visuellen und akustischen Elementen mit der Patientengruppe auszuprobieren und zu trainieren. „Wir haben viel Spaß miteinander, wenn wir uns an die verschiedenen Geschichten dann doch im Einzelnen wieder erinnern können“, freut sich Christine Zimmermann und die Patienten erhalten wieder Selbstsicherheit, so dass sie in ihrem Alltag zu Hause wieder etwas besser zurechtkommen. Wertvolle Erfahrungen  hierzu konnte sie bereits während eines Praktikums bei der Altentherapeutin Klara Burger in der Federseeklinik sammeln.

Alle Erkenntnisse wird Frau Zimmermann dann in ihrer 30-seitigen Facharbeit über die Förderung der Sicherheit im Alltag der Patienten zusammenfassen, die beim Regierungspräsidium Stuttgart angemeldet wurde. Nach dem Einreichen steht dem Abschluss ihrer Umschulung zur Altentherapeutin nichts mehr im Wege.


Ein Jahr dauert insgesamt die Ausbildung zum Altentherapeuten bei der Gesellschaft für Gerontologische Berufliche Weiterbildung, die sich aus Theorie und Praxis zusammensetzt und eine abgeschlossene Ausbildung aus dem sozialpflegerischen Bereich voraussetzt

Als Umschulungsmaßnahme wird dieser Ausbildungsgang gefördert von der Deutschen Rentenversicherung oder der Agentur für Arbeit. Nähere Informationen dazu auch über die IGW Bad Schussenried unter  www.igw-gmbh.de.

 
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