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![]() Das Biofeedback-Team der Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau: (von links) Diplom-Psychologe Wolfgang Kringler, Chefarzt der Psychosomatik, Dr. med. habil. Gottfried Müller und Assistenzarzt der Psychosomatik, Martin Schlossbauer mit einer Patientin am Fahrsimulator. |
Biofeedback-Therapie: Unterbewusstes Bewusst machenDiagnostik- und Therapieverfahren in der Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau
Biofeedback-Therapie: Unterbewusstes bewusst machen
Bad Buchau – Die Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau, Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik, setzt u.a. ein spezielles Diagnostik- und Therapieverfahren ein: Biofeedback, auch biologische Rückkopplung genannt. Mit Hilfe dieses anerkannten wissenschaftlichen Verfahrens kann das Unterbewusstsein aktiv beeinflusst werden, was in Kombination mit einer multimodalen Therapie zu schnellen Therapieerfolgen führen kann.
Seit 2007 wird in der Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau, der Rehabilitationsklinik für Neurologie und Psychosomatik, Biofeedback erfolgreich zur Diagnose und Therapie von psychosomatischen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Das Biofeedback-Team, bestehend aus dem Chefarzt der Psychosomatik, Dr. habil. Gottfried Müller, dem Assistenzarzt der Psychosomatik, Martin Schlossbauer und dem Diplom-Psychologen Wolfgang Kringler ist sich einig: „Das Biofeedback-Verfahren eignet sich hervorragend zum Einsatz in der Rehabilitation, da es die Therapie erheblich beschleunigen kann“. Auch das Anwendungsgebiet erweist sich als vielfältig. Behandelt werden können neurologische und psychosomatische Erkrankungsbilder von Migräne über Anfallsleiden, Lähmungen, Depressionen, Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zu Abhängigkeitserkrankungen. Mit Hilfe des Biofeedbacks können dem Patienten kaum wahrnehmbare Körperfunktionen, zum Beispiel Puls, Bewegung, Stress beziehungsweise Hautfeuchte über bestimmte Signale zurückgemeldet werden, die von Multifunktionssensoren gemessen werden. Die Rückmeldung erfolgt entweder visuell in Form eines Diagrammes oder eines Bildes oder über einen Signalton. Diese instrumentell erzeugten Rückmeldungen erleichtern es dem Patienten, aus seinem Repertoire das Verhalten herauszufiltern, das besonders günstige Signale auslöst und deshalb meist zu einer gesundheitlichen Verbesserung führt.
Wie erfolgreich mit Biofeedback therapiert werden kann, macht der Fall einer Patientin der Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau deutlich. Nach einem traumatischen Erlebnis, einem unverschuldeten Autounfall mit der gesamten Familie, litt die Frau neben orthopädischen Leiden auch unter Depressionen und einer „Autofahrphobie“. Dreieinhalb Jahre setzte sie sich nicht mehr hinter das Steuer und war zuletzt außerstande, am normalen Leben teilzunehmen, sowohl beruflich als auch privat. Nach nur fünf Wochen Konfrontationsprogramm mit Hilfe eines Fahrsimulators unter ärztlicher und psychologischer Aufsicht fühlte sich die Patientin wieder so sicher, dass sie die erste Autofahrt in Begleitung eines Fahrlehrers wagte. „Der rasche Behandlungserfolg wurde durch das Zusammenwirken verschiedener Verfahren erzielt, durch das Konfrontationstraining, die Verhaltenstherapie und natürlich durch den Einsatz des Biofeedbackverfahrens“, erklärt Dr. Müller.
Das Biofeedback wird in der Rehabilitationsklinik Schloss Bad Buchau, die zugleich akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm ist, auch zu Forschungszwecken eingesetzt. „Unser Ziel ist es“, unterstreicht Assistenzarzt Martin Schlossbauer, „ein alltägliches Routineverfahren zu entwickeln und eine eigene Biofeedback-Abteilung in der Schlossklinik zu etablieren. Ich bin hoffnungsvoll, dass es zu einer positiven Therapieform werden kann und viel mehr Menschen davon profitieren können“. |



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